Oppenheim

Das Oppenheim-Denkmal
Das Oppenheim-Denkmal
Moritz Daniel Oppenheim und das tanzende Bild
Moritz Daniel Oppenheim und das tanzende Bild

Wer war Moritz Daniel Oppenheim? Nach Oben

Moritz Daniel Oppenheim wird 1799 in Hanau geboren. In der Hanauer Judengasse, seit 1898 Nordstraße, verbringt er seine Kindheit und besucht zunächst die jüdische Elementarschule, die Cheder, und später die Talmud-Thora-Schule. Nachdem im Jahr 1806 in der sog. „Franzosenzeit“ mit der Einführung des Code Civil die Gleichstellung von Juden und Christen vor dem Gesetz erklärt und das Ghetto aufgehoben wurde, kann Oppenheim das Hanauer Gymnasium, die Hohe Landesschule, besuchen.
Moritz Daniel Oppenheim und das tanzende Bild
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Bereits früh interessiert sich Oppenheim für die Kunst. Im Alter von 14 Jahren kann er an der Hanauer Zeichenakademie seine künstlerischen Fähigkeiten unter Conrad Westermayr ausbauen, der seinen Schüler besonders schätzt, sein Talent erkennt und ihn stets fördert. Bei dessen Frau Henriette Stötzer Westermayr erhält Oppenheim Privatunterricht. Conrad Westermayr vermittelt den Kontakt zum Grafen von Brenzel-Sternau auf dem Hofgut Emmerichshofen. Dort kopiert er Werke aus der Kunstsammlung, die sich, wie er auf seinen späteren Reisen erkennt, als Kopien herausstellen. 1817 geht Oppenheim nach München, wo er zwei Jahre an der Kunstakademie studiert. Hier gelingt es ihm, einen Porträtauftrag des Fürsten von Oettingen-Wallerstein zu erhalten.

Zurück in Hanau erwirbt Westermayr das Gemälde "Amor biegt die Keule des Herkules", ein weiteres Zeichen seiner Wertschätzung des Künstlers. Im Herbst 1820 reist Oppenheim nach Paris. Dort tritt er in die Schule von Jean Baptist Regnault ein, einem Schüler von Jacques Louis David. Von Paris aus setzt Oppenheim 1821 seine Reise nach Italien fort. Hier kann er sein kunsthistorisches Wissen ausbauen und knüpft wichtige Kontakte, wie etwa zur Familie Rothschild. Oppenheim fertigt in Italien, beeinflusst durch die Malerei der Nazarener, großformatige Historienbilder religiösen Inhalts an. In Rom hat er Zutritt zu einflussreichen Kreisen, die ihm weitere Aufträge vermitteln. Durch eine Empfehlung Thorwaldsens bestellt die Kurfürstin von Hessen das Bild "Hagars Abschied". Gleichzeitig porträtiert er Einheimische, die ihm als Modelle zur Verfügung standen. Zurück in Deutschland zieht er nach Frankfurt am Main, wo es ihm gelingt sich als bereits angesehener Künstler in die bürgerliche Gesellschaft einzugliedern.

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